kk kulturbüro dr. raimund kast, konzert- und ausstellungsorganisation

Thomas Kahl – Der unbekannte Forscher

7. März – 26. April 2020
Eröffnung: Freitag, 6. März 2020, 19 bis 21 Uhr
Stadthaus Ulm, Münsterplatz
Projektleitung: Dr. Raimund Kast



 S P A C E R
Fotos Martina Strilic

Als „Brotmaler“ wurde er bekannt. Doch der 2017 allzu früh verstorbene Thomas Kahl war mehr. Geboren 1963 im sächsischen Zittau kam Kahl 1980 nach Ulm und war Mitbegründer der Künstlergruppe „Die phantastischen Vier“, die sich 1992 nach ihrem Domizil in „Künstlergruppe Kradhalle“ umbenannte. Hier fanden Kahl und seine Künstlerkollegen den nötigen Freiraum für ihre Aktivitäten. Mit Ausstellungen in Köln, Zürich, Mailand oder Rom feierten die Vier internationale Erfolge.

Kahl schuf ebenso unernste wie aufsässige Foren ironischen Umgangs mit dem herrschenden Kunstbetrieb. Der Autodidakt war aber weit mehr als nur ein kreativer Querkopf, recherchierte viel, lieferte aber fast nie eine Erklärung zu seinen Werken. Ständig war er auf der Suche nach Dingen, aus denen Gemälde, Collagen, Papierarbeiten oder Dioramen entstehen konnten.

Kahl war auch Musiker und als Veranstalter tätig; er organisierte Pop-, Indie- und Hiphop-Konzerte in der Kradhalle, schuf kreative Freiräume für andere. Während die anderen Kradhallenkünstler im Laufe der Jahre nach Berlin abwanderten, blieb Kahl Ulm bis zuletzt treu.

In Zusammenarbeit mit der Galerie Tobias Schrade zeigt das Stadthaus eine Thomas-Kahl-Werkschau mit Malerei, Objekten und Installationen aus verschiedenen Schaffensperioden.
Die Galerie Tobias Schrade bringt zur Ausstellung einen Katalog heraus: Thomas Kahl – Der unbekannte Forscher.

Die Künstlergruppe Kradhalle im Museum Ulm

Zeitgleich mit der Ausstellung im Stadthaus wird das Museum Ulm in seinen Kabinett-Räumen Werke der vier Kradhallen-Künstler Andrew Greif, Thomas Kahl, Peter Knabl und Patrick Pilsl aus der eigenen Sammlung zeigen.

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Thomas Kahl, Unbekannter Forscher   | Foto Martina Strilic





33 Jahre Galerie im Kornhauskeller

Arbeiten aus dem Sammlungsbestand der pro arte ulmer kunststiftung

8. Februar – 2. Mai 2020
Eröffnung: Freitag, 7. Februar 2020, 19 bis 21 Uhr
Galerie pro arte, Hafengasse 19, Ulm
Projektleitung: Dr. Raimund Kast

Anlässlich ihres 33-jährigen Bestehens zeigt die Galerie im Kornhauskeller Arbeiten aus ihrem Bestand. Rund 70 Arbeiten von 34 Künstlern geben einen spannungsreichen Einblick in die Ankäufe, die die Galerie in diesen Jahren getätigt hat.

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33 Jahre Galerie im Kornhauskeller   | Fotos pro arte ulmer kunststiftung / Jochen Kohlenberger





Elegant & Fabulös

Douglas Kirkland: „An Evening with Marilyn“ und „Coco Chanel – Three Weeks“
Ein Fotograf. Zwei außergewöhnliche Frauen.

20. September 2019 – 12. Januar 2020
Eröffnung: Donnerstag, 19. September 2019, 19 bis 21 Uhr
Stadthaus Ulm, Münsterplatz
Projektleitung: Dr. Raimund Kast

Es gibt kaum eine Größe aus dem Film-, Show- oder Musikbusiness, die oder den der amerikanische Fotograf Douglas Kirkland (* 1934) nicht porträtiert hat: Sting, Mick Jagger, Marilyn Monroe, John Lennon, Liz Taylor, Richard Burton, Brigitte Bardot, Marlene Dietrich, Romy Schneider und, und, und ....

Kirkland begann seine Fotografenlaufbahn im Alter von 24 Jahren als „Staff Photographer“ beim US-Magazin Look. Dort erhielt er 1961 den Auftrag für eine Fotoserie mit Marilyn Monroe. Ziel war, eine Cover-Aufnahme für die 25-jährige Jubiläumsausgabe des Hochglanzmagazins abzulichten. Diese „Nacht mit Marilyn“-Fotoserie ließ den noch jungen Fotografen sofort weltbekannt werden. Das Shooting wurde, wie er selbst sagt, der „denkwürdigste Abend“ seines Lebens und ließ den noch jungen Fotografen sofort weltbekannt werden. Marilyn selbst traf dann die Auswahl jener Aufnahmen, die für die Nachwelt erhalten bleiben sollten.

Marylin Monroe, Hollywood, 1961. Foto: Douglas Kirkland / Op, Stadthaus Ulm, Stadthaus Ulm S P A C E R
Marylin Monroe, Hollywood, 1961   | Foto Douglas Kirkland / Op

Ein Jahr später, im Sommer 1962, entstand Kirklands Fotoserie über Coco Chanel. Kirkland, der damals für Look in Paris arbeitete, begleitete die Chanel drei Wochen lang mit seiner Kamera auf dem Weg von ihrer Suite im Ritz, fotografierte sie in ihrem Appartement, im Studio 31 in der Rue Cambon und bei einer Modenschau. Seine Bilder zeigen die 79-jährige Mode-Ikone bei der Arbeit im letzten ungetrübten Jahr ihrer beispiellosen Karriere.

Coco Chanel, 1962. Foto: Douglas Kirkland / Op, Stadthaus Ulm, Stadthaus Ulm S P A C E R
Coco Chanel in ihrem Atelier, 1962   | Foto Douglas Kirkland / Op

Coco Chanel in ihrem Atelier, 31 Rue Cambon, Paris, 1962. Foto: Douglas Kirkland / Op, Stadthaus Ulm S P A C E R
Coco Chanel in ihrem Atelier, 31 Rue Cambon, Paris, 1962   | Foto Douglas Kirkland / Op





Anlässlich der 80. Wiederkehr des Beginns des 2. Weltkrieges:
Hitler. Ein Hundeleben

FLATZ

31. August – 24. November 2019
Stadthaus Ulm, Münsterplatz
Projektleitung: Dr. Raimund Kast

Trivial, provozierend, humorvoll gelingt FLATZ die Enttabuisierung des Reizthemas „Hitler“.
Geboren als „Einstein von Bayern“ war eine Deutsche Dogge der ständige Begleiter des österreichischen Performance-Künstlers FLATZ. Der gebürtige Vorarlberger nannte seinen Hund „Hitler“. Die Namensgebung des Hundes wie auch die Untertitel der in großer Zahl entstandenen Hundefotos provozieren, machen die Geschichte witzig, komisch und teilweise trivial. FLATZ: „Ich will zum genauen Hinsehen zwingen (...). Hitler ist immer bei mir, ebenso wie wir den historischen Hitler immer mit uns herumschleppen, weil er Teil unserer Geschichte ist, die – solange sie verdrängt, verklärt oder tabuisiert wird – eben nicht bewältigt ist. Die Dinge zu benennen, befreit vor der Angst, Fehler zu machen.“

Wolfgang Flatz wurde 1952 in Dornbirn geboren.Bekannt wurde FLATZ zunächst durch autoaggressive Kunstaktionen, bei denen er seinen eigenen Körper einsetzte. So etwa posierte er 1979 als Dartscheibe und ließ sich vom Publikum mit Pfeilen bewerfen. Zur Documenta 6 (1977) verteilte er Flugblätter mit dem Hinweis, dass er nicht an der Documenta teilnehme. Zu den bekanntesten Kulturerzeugnissen jener Jahre gehört die von FLATZ geschaffene, in den Deutschlandfarben gehaltene Postkarte mit der Aufschrift FRESSEN/FICKEN/FERNSEHEN. Er wolle mit seinen Aktionen menschlicher Teilnahmslosigkeit entgegenwirken, sagt FLATZ, der seit 1975 in München lebt. In seiner Heimatstadt Dornbirn hat der Künstler 2009 ein eigenes Museum eingerichtet.

Hitler. Ein Hundeleben, Stadthaus Ulm 31.8.19-24.11.19 S P A C E R
Hitler und sein Führer   | Foto FLATZ

Hitler. Ein Hundeleben, Stadthaus Ulm 31.8.19-24.11.19 S P A C E R
Hitler vor einer schweren Entscheidung   | Foto FLATZ




 

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